Satire (muss auch mal sein!) – Fancellos Brief an das ZDF: Längliche Strafen an deutschen Gerichten

Mario Fancello ist nun wirklich ein Mann der Raison und der Duldsamkeit. Beschweren tut er sich nur, wenn es gar nicht anders geht. Vom lynchenden Facebook-Mob hält er dabei nicht viel. Shitstorms? Nein danke, wie ordinär! Wenn ihm etwas missfällt, dann tut er, was der deutsche Wutbürger seit jeher zu tun pflegte: Er schreibt einen Brief. 

 
Mario Fancello
48149 Münster
-Germany-
 
Zweites Deutsches Fernsehen
Anstalt des öffentlichen Rechts
ZDF-Straße 1 
55127 Mainz

                                                                                                                          Münster, 9.11.2013

 

Betr.: „Dem Täter auf der Spur“ – Dokumentation auf ZDF-Info

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

aufmerksam schaute ich heute die oben genannte Dokumentation.

Unter anderem wurde über die Einführung des DNA-Testes berichtet. Auch den Mörder

von Rudi (Gott hab’ ihn selig) Mooshammer hat man durch einen solchen Test überführt.

Die Kommentatorin führte Details auf: “Der Richterspruch: lebenslänglich“.

Nun frage ich mich, wie denn eine längliche Strafe in der heutigen Zeit aussieht?

Längliche Strafen sind mir nur aus dem Mittelalter bekannt. Der verurteilte Täter wurde auf  einer Streckbank so lange länglich bestraft, bis er resozialisiert, in zwei Hälften, aus der Haft entlassen wurde.

In Ermangelung an Streckbänken in deutschen Gefängnissen würde mich die heutige Form der länglichen Bestrafung sehr interessieren.

Vielleicht können Sie mir da weiterhelfen.

Eine Antwort wird ja hoffentlich nicht lange (oder länglich?) auf sich warten lassen.

 

Herzlichst Ihr

Mario Fancello